Larissa Zentmaier: Eine junge Tierschützerin gibt notleidenden Tieren ein neues Zuhause in Besigheim
In den sanften Hügeln rund um Besigheim lebt eine bemerkenswerte Frau, die sich nicht nur um die kleinen Köpfe in ihrem Kindergarten kümmert, sondern auch um die Tiere, die oft in Not sind. Larissa Zentmaier, erst 29 Jahre alt, hat sich ein Leben aufgebaut, das von Empathie und Verantwortung geprägt ist. Auf ihrem Hof, der mittlerweile ein Zuhause für rund 30 Tiere bietet, hat sie sich dem Tierschutz verschrieben. Ein Leben ohne ihre tierischen Freunde, das kann sie sich kaum vorstellen. Ihre Philosophie? „Bei mir dürfen sie leben.“ Genau das hat sie auch umgesetzt, indem sie Tiere gerettet hat, die vor der Schlachtung standen oder von ihren früheren Besitzern nicht mehr gewollt wurden. Schafe, Alpakas und viele weitere Geschöpfe haben bei ihr ein neues Zuhause gefunden.
Dieser Einsatz für die Tiere ist nicht nur bewundernswert, sondern auch notwendig. Das Tierheim Besigheim, unterstützt von einem engagierten Tierschutzverein, ist eine wichtige Anlaufstelle für die Menschen in der Umgebung. Hier gibt es nicht nur Hilfe bei Tierschutzfragen, sondern auch Unterstützung für Tierhalter, die in einer schwierigen Situation stecken – sei es durch gesundheitliche Probleme oder aus anderen Gründen. Der Verein kümmert sich um die Kontrolle von Tierhaltungen, bietet Beratung an, und nimmt notleidende Tiere auf. Manchmal ist es einfach nicht mehr möglich, die artgerechte Haltung eines Tieres zu gewährleisten, und genau hier kommt die Hilfe ins Spiel.
Tierschutz und Verantwortung
Die Aufgaben des Tierschutzvereins sind vielseitig und reichen von Öffentlichkeitsarbeit über Kastrationsaktionen zur Eindämmung des Katzenelends bis hin zu Tierschutzaktionen. Tierhalter können hier nicht nur Tiere abgeben, wenn die Umstände es erfordern, sondern auch Tiere adoptieren. Dabei ist es wichtig, sich im Vorfeld Gedanken über die eigene Lebenssituation zu machen: Passt die Tierhaltung in den Alltag? Sind die laufenden Kosten tragbar? Und wie sieht es mit Allergien in der Familie aus? Solche Überlegungen sind entscheidend, um langfristig eine verantwortungsvolle Haltung sicherzustellen.
Natürlich gibt es auch finanzielle Aspekte, die beim Tierschutz und der Tierhaltung eine Rolle spielen. Im Tierheim Besigheim werden für die Vermittlung von Tieren Schutzgebühren erhoben. Die Preise variieren je nach Tierart: Hunde kosten zwischen 150 und 350 Euro, während Katzen für 100 bis 250 Euro vermittelt werden. Kleintiere wie Meerschweinchen oder Kaninchen sind für 5 bis 60 Euro zu haben. Auch Vögel können adoptiert werden – hier liegt die Schutzgebühr zwischen 10 und 100 Euro. Das klingt vielleicht nach viel Geld, aber die Hilfe, die man einem Tier bietet, ist unbezahlbar.
Erste Hilfe und Notfallmaßnahmen
Nicht nur das Tierheim, auch Larissa zeigt, wie wichtig es ist, in Notfällen schnell zu handeln. Wenn ein Tier verletzt ist, braucht es sofortige Hilfe. Tiere sind oft empfindlicher als Menschen und jeder Moment zählt. Ein Schuhkarton oder eine Transportbox sollten immer griffbereit sein, um verletzte Tiere sicher zu transportieren. Und wenn man einen verletzten Vogel findet, ist es wichtig, ihn vorsichtig zu behandeln – schließlich sind ihre Knochen zerbrechlich. Auch hier kann ein Anruf bei einem vogelkundigen Tierarzt hilfreich sein, um schnell die richtige Unterstützung zu bekommen.
Und vergessen wir nicht die kleinen Helden des Alltags, wie die Igel, die im Herbst oft in Siedlungsgebieten zu finden sind. Sie brauchen dringend unsere Hilfe, wenn sie verletzt oder ausgehungert sind. Wenn wir diese Tiere in Not unterstützen, leisten wir nicht nur einen Beitrag zum Tierschutz, sondern bereichern auch unser eigenes Leben. Denn nichts ist erfüllender, als einem Geschöpf in Not zu helfen und ihm ein neues, besseres Leben zu schenken.
