Marie Humburger: Von Schwäbisch Hall zur internationalen Saxophon-Exzellenz
Heute ist der 20.10.2026, und wir werfen einen Blick auf eine bemerkenswerte Musikerin aus der Region: Marie Humburger. Die 27-Jährige, die in Schwäbisch Hall geboren und in Aalen aufgewachsen ist, hat sich längst einen Namen in der Welt des Saxophons gemacht. Ihr Weg führte sie über verschiedene Stationen, die von einem tiefen Engagement für die Musik zeugen und sie nun an die Michigan State University in Lansing gebracht haben.
Mit ihrem „Doctor of Musical Arts“ in Saxophone Performance und einem parallel laufenden Masterstudium in Musiktheorie hat Humburger einen beeindruckenden akademischen Werdegang hingelegt. Während ihres Studiums an der Michigan State University ist ihr Alltag geprägt von intensiven Proben, Lehrveranstaltungen und einer Assistenzstelle an der Universität, die sie drei Tage pro Woche ausfüllt. Die tägliche Arbeit im Quartett und das Engagement im symphonischen Blasorchester zeigen, wie sehr sie für ihre Passion brennt. Und um auch körperlich fit zu bleiben, hält sie sich frühmorgens im Fitnessstudio auf Trab oder genießt die Natur beim Wandern am Wochenende.
Der musikalische Werdegang
Marie Humburger spielt seit ihrem zehnten Lebensjahr Saxophon. Das Instrument lernte sie bei der Saxophonlehrerin ihrer Schwester kennen. Ihre Leidenschaft führte sie zur Musikschule Aalen, wo sie bei Daniela Müller Unterricht nahm. Die Jugendkapelle unter der Leitung des verstorbenen Udo Lüdeking gab ihr die Möglichkeit, erste Bühnenerfahrungen zu sammeln. Mit Auszeichnungen bei „Jugend musiziert“ auf Landes- und Bundesebene hat sie ihr Talent eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Ihr Solo-Debüt gab sie mit Alexander Glasunovs Concerto op. 109 und trat anschließend mit den Marler Symphonikern auf.
Nach dem Abitur entschied sie sich für ein Bachelorstudium in Würzburg, wo sie unter der Leitung von Prof. Lutz Koppetsch studierte. Im Jahr 2023 wagte sie den Schritt in die USA, um dort ihr Masterstudium an der Western Michigan University zu absolvieren. Ihre Entscheidung, in die USA zu gehen, resultierte unter anderem aus der dort lebendigen und gut vernetzten Saxophon-Community. In den Vereinigten Staaten verbindet sie nicht nur die musikalische Aufführung, sondern auch Hochschullehre, Komposition und Forschung.
In Aalen zurück – Workshops und Konzerte
Vom 24. bis 26. Oktober kehrt Marie Humburger als Dozentin zu den Aalener Saxophontagen zurück. Dabei wird sie nicht nur einen Workshop leiten, sondern auch beim Abschlusskonzert „Aalen Sax!“ am 26. Oktober um 19:30 Uhr im Veranstaltungssaal der Musikschule Aalen im Kulturbahnhof mitwirken. Auf dem Programm stehen eine Vielzahl von Werken, darunter Solowerke, Klavierduos und zeitgenössische Kompositionen – sogar die Uraufführung eines Stücks von Martin Rosengarten wird zu hören sein. Mit dabei sind auch talentierte Mitwirkende wie Bernhard Huber und Vitaliya Fedosenko.
Die Karten für dieses Event kosten 18,50 Euro, ermäßigt 14 Euro, und sind über Reservix sowie die Reservix-Vorverkaufsstellen erhältlich. Das Publikum kann sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen, das sowohl Klassik als auch Jazz umfasst und sicherlich ein Fest für die Ohren wird.
Ein Blick in die Zukunft
Wie es nach ihrem Doktorat weitergeht, bleibt spannend. Ob Marie Humburger in den USA bleibt oder zurück nach Deutschland kommt, ist noch ungewiss. Eines ist jedoch klar: Ihre musikalische Reise ist noch lange nicht zu Ende. In den letzten Jahren erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen und Förderungen, unter anderem durch die Deutsche Stiftung Musikleben und das Mentorship-Programm des Committee of Gender Equity der North American Saxophone Alliance. Diese Erfolge zeigen, dass sie auf dem richtigen Weg ist.
Marie Humburger ist ein glänzendes Beispiel dafür, wie aus Leidenschaft und harter Arbeit eine beeindruckende Karriere im Bereich der Musik entstehen kann. Es bleibt abzuwarten, wohin der Weg sie führt – die Musik wird sie sicher begleiten.
