Steigende Gaspreise in Stuttgart: Haushalte müssen bis zu 31,3 Prozent mehr zahlen
Heute ist der 26.10.2026 und während die Blätter sich bunt färben, gibt es in Stuttgart und Umgebung eine andere, eher drückende Farbe – die der steigenden Gaspreise. Ja, Erdgas ist in Baden-Württemberg innerhalb eines Jahres um satten 22 Prozent teurer geworden. Wer hätte gedacht, dass der Winter uns nicht nur kalte Füße, sondern auch kalte Schauer beim Blick auf die Heizkosten bringt? Für einen Haushalt, der jährlich etwa 20.000 Kilowattstunden verbraucht, stiegen die Kosten von 2.158 Euro auf 2.643 Euro. Das ist ein ordentlicher Sprung, der den Geldbeutel ganz schön belasten kann!
Die Preissteigerungen sind regional unterschiedlich, doch eine Tatsache bleibt: In allen Stadt- und Landkreisen des Landes sind die Gaspreise über dem Vorjahresniveau. Besonders stark mussten die Menschen im Landkreis Ravensburg zusehen, wie ihre Kosten von 1.965 auf 2.580 Euro jährlich anstiegen – eine Verteuerung von 31,3 Prozent! Auch der Landkreis Göppingen ist nicht weit hinten, mit einem Anstieg von 31,2 Prozent. Die Städte Freiburg im Breisgau und Pforzheim sowie der Landkreis Lörrach folgen mit ihren eigenen, beachtlichen Steigerungen.
Wer hat die höchsten und niedrigsten Preise?
Wenn wir uns die Landkarte der Gaspreise ansehen, sticht Pforzheim als die teuerste Stadt hervor, mit jährlichen Kosten von durchschnittlich 2.943 Euro. Ein Blick auf die andere Seite zeigt, dass Baden-Baden den günstigsten Preis bietet – hier zahlt man nur 2.289 Euro. In einer Zeit, in der die Preise so sprunghaft steigen, ist das schon fast ein Grund zum Feiern (oder zumindest zum erleichterten Aufatmen).
Die Ursachen für diese Preisanstiege sind vielfältig. Gestiegene Großhandelspreise und höhere Netzentgelte spielen eine zentrale Rolle. Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft machen diese Netzentgelte etwa ein Fünftel des Gaspreises aus. Und das ist nicht alles: Der Unterschied zwischen der teuren Grundversorgung und einem günstigen Neukundentarif beträgt derzeit durchschnittlich 154 Euro pro Jahr. Das ist schon ein ordentliches Stück Geld, das man besser in die eigene Kaffeekasse stecken könnte!
Wie sieht es deutschlandweit aus?
<pEin Blick über die Landesgrenzen hinaus: Die BDEW-Gaspreisanalyse vom August 2026 zeigt, dass der durchschnittliche Gaspreis für Haushalte in Einfamilienhäusern bei 11,93 ct/kWh liegt, während Mehrfamilienhäuser mit 11,17 ct/kWh etwas günstiger wegkommen. Trotz eines Aufwärtstrends sind wir noch unter dem Durchschnitt des Vorjahres. Die Kosten für Beschaffung und Vertrieb, die knapp die Hälfte des Gaspreises ausmachen, lagen im Januar 2026 auf dem niedrigsten Niveau seit 2021. Doch dann kam der Iran-Krieg und die Preise stiegen wieder.
Die Netzentgelte sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen, und Steuern sowie Abgaben machen etwa 30 Prozent des Gaspreises aus. Immerhin sind diese in diesem Jahr etwas gesunken. Ein kleiner Lichtblick in einem Meer aus steigenden Zahlen. Aber man fragt sich schon, wo das alles noch hinführt – und vor allem: Wie lange hält unser Geldbeutel das noch aus?
