Am Sonntag, den 25. Oktober 2026, wird es spannend in Ludwigsburg, denn dann steht die SWR-Kultur-Matinee „Wacker vom Acker – Der Kürbis“ auf dem Programm. Moderatorin Monika Kursawe widmet sich eine Woche vor Halloween dem vielseitigen Kürbis, der eine lange Geschichte hinter sich hat. Wusstet ihr, dass Kürbisgewächse seit fast 10.000 Jahren in Süd- und Mittelamerika wachsen? Erst im 16. Jahrhundert, während der Kolonialisierung, fanden sie ihren Weg nach Europa. Ziemlich spät, wenn man bedenkt, dass sie erst nach etwa 300 Jahren vom billigen Futtermittel zu einem geschätzten Nahrungsmittel aufstiegen.

Kürbisse sind botanisch gesehen Beeren und verwandt mit Gurken, Melonen und Zucchini. In der Sendung dreht sich alles um das runde, orangefarbene Fruchtgemüse, das nicht nur kulinarisch, sondern auch kulturell und kommerziell von Bedeutung ist. Dabei wird das nach eigenen Angaben weltgrößte Kürbisfest in Ludwigsburg besucht, und die Europameisterschaft im Kürbiswiegen kommt ebenfalls zur Sprache. Ein echtes Highlight, wenn man bedenkt, dass Matthias Würsching aus Hessen erst vor kurzem mit seinem beeindruckenden Kürbis von 981 Kilogramm den Titel des Europameisters errungen hat!

Kürbis und seine Facetten

Die Matinee beleuchtet die Biologie des zwittrigen Fruchtgemüses und stellt die Herstellung sowie die Bedeutung des Steirischen Kürbiskernöls vor. Und wenn wir schon beim Thema sind: Der Trend zum „Pumpkin Spice Latte“, der seit 2003 die Kaffeewelt erobert hat, wird ebenfalls unter die Lupe genommen. Bei all dem wird auch die Frage aufgeworfen, wie die gruseligen Halloween-Kürbisfratzen entstanden sind. Ein weiteres musikalisches Highlight ist die Verwendung von Kalebassen als Musikinstrumente, die als Resonanzraum dienen – klingt das nicht spannend?

Und was gibt es Schöneres, als bei einer Matinee über Kürbisse auch gleich ein paar Lieblingsrezepte vorzustellen? Die Gäste der Sendung, wie die Autorin und Food-Bloggerin Isolde Bornemann und der Kulturwissenschaftler Konrad Kuhn, bringen ihre Perspektiven ein und sorgen dafür, dass der Kürbis nicht nur auf dem Teller, sondern auch in der kulturellen Landschaft fest verankert ist.

Größenwahn und Kunst

Die Kürbisausstellung in Ludwigsburg sorgt nicht nur für kulinarische Genüsse, sondern auch für beeindruckende visuelle Eindrücke. Einige der Riesenkürbisse, die in diesem Jahr präsentiert wurden, bleiben im Blühenden Barock und werden beim Riesen-Kürbisschnitzfestival zu großen Kürbisskulpturen verarbeitet. Matthias Würsching, der vor einer Woche bereits die Deutsche Meisterschaft mit einem Kürbis von 986 Kilogramm gewonnen hatte, bleibt übrigens mit seinem Siegerkürbis mehr als 300 Kilogramm unter dem Europa- und Weltrekord, der bei 1.295,8 Kilogramm liegt. Der Brite Ian Paton stellte diesen Rekord Anfang Oktober auf – ganz schön beeindruckend, oder?

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Der Riesen-Kürbis (Cucurbita maxima) ist nicht nur ein echter Überflieger unter den Kürbissen, sondern bildet auch die größten Früchte im Pflanzenreich. Diese einjährige, krautige Pflanze kann, je nach Zuchtform, sogar buschig wachsen und beeindruckt mit ihren riesigen, orangefarbenen, glatten oder gerippten Früchten. Auch wenn Riesen-Kürbisse oft für Wettbewerbe genutzt werden, finden sie auch ihren Weg in die Küche, wo sie für Kürbiskuchen, Konserven oder sogar Babybrei verarbeitet werden. Wer hätte gedacht, dass hinter dem großen, runden Gemüse so viel steckt?

Am 25. Oktober um 9:04 Uhr erwartet uns also eine aufregende Matinee, die nicht nur für Kürbisliebhaber, sondern für alle kulturinteressierten Zuschauer ein echtes Fest verspricht. Schaltet ein und lasst euch von der bunten Welt des Kürbisses verzaubern!