Im Weilheimer „Höckstüberl“ trifft man sich alle zwei Wochen, und das nicht ohne Grund. Hier, wo der Duft frisch gebackener Kuchen durch den Raum zieht, organisieren engagierte Ehrenamtliche Seniorentreffs, die älteren Menschen nicht nur Gesellschaft, sondern auch eine willkommene Abwechslung bieten. Das Team um die unermüdliche Lore Buba, die seit unglaublichen 24 Jahren dabei ist, hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Treffen zu einem Höhepunkt im Alltag vieler Senioren zu machen.

Mit einem Lächeln und einem Scherz über ihre Rolle als „Chefin“ kümmert sich Lore um die Vorbereitungen, während die anderen Helferinnen, darunter Hedi Koch und Angelika Ingrisch, tatkräftig unterstützen. Übrigens, die Liebe zum Backen ist hier ein Muss – ohne die süßen Leckereien, die die Damen eigenhändig zubereiten, wäre das Höckstüberl wohl nur halb so schön. Pro Treffen werden mindestens drei Kuchen, darunter immer eine Torte, serviert. Und das Beste? Die Kuchen sind so saftig, dass auch die älteren Gäste ohne Sorge zugreifen können.

Ein Platz für Begegnungen

Jeden Dienstag um 13 Uhr öffnet das Dienstteam seine Türen. Kaffee und Getränke werden bereitgestellt, und ab 14 Uhr heißt es dann: „Kaffee und Kuchen, bitte!“ Die Atmosphäre ist herzlich und einladend, und viele Gäste haben ihre festen Plätze. Durchschnittlich 26 Besucher – vorwiegend Frauen im Alter zwischen 73 und 85 – finden sich ein, um nicht nur die Leckereien, sondern auch die Gesellschaft der anderen zu genießen. Gespräche über das Leben, die kleinen Freuden und auch die Sorgen werden am Servierwagen lebhaft geführt. Dabei merken die Helferinnen schnell, wer mehr Gesprächsbedarf hat oder einfach nur seine Ruhe möchte.

Die abwechslungsreichen Programme sind das Sahnehäubchen dieser Treffen. Von musikalischen Reisen bis hin zu spannenden Berichten über Eisbären und Gletscher – für jeden ist etwas dabei. Diese Inhalte werden in enger Abstimmung mit der Pastoralreferentin Andrea Günther-Reitinger und ihrem Team gestaltet. Hier dürfen die Ideen der Senioren einfließen – ganz nach dem Motto: „Was interessiert euch? Was wollt ihr erleben?“

Ein Ort des Miteinanders

Das Höckstüberl ist mehr als nur ein Ort für Kaffee und Kuchen. Es ist ein Treffpunkt, der die Verbindung zwischen den Generationen fördert und auch jüngeren Menschen sowie Migranten die Möglichkeit gibt, in Kontakt zu treten. Spiele- und Bastelrunden, Yoga und sogar Tanz im Sitzen – die Angebote sind vielfältig und bieten Raum für neue Kontakte. Die Helferinnen wissen, dass viele der Gäste Schicksalsschläge erlitten haben, und sie bringen ein tiefes Verständnis für die Trauer mit, die viele von ihnen empfinden. Hier wird nicht nur gebacken, hier wird auch gelebt.

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Und trotz des Aufwands empfinden die Helferinnen ihre Tätigkeit nicht als Belastung. „Es gibt uns so viel zurück“, sagt Lore Buba, und das spürt man in jedem Lächeln, das sie den Gästen schenkt. Für viele Besucher sind diese regelmäßigen Treffen nicht nur ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens – sie sind der Lichtblick in einer oft grauen Alltagsroutine. Wenn der letzte Kaffee serviert und die Stühle gerückt sind, wird schon beim Abschied die Vorfreude auf das nächste Treffen ausgesprochen.

Das Angebot im Höckstüberl richtet sich an alle Weilheimer, unabhängig von Alter und Konfession. Es ist ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, um zu plaudern, zu lachen und die Zeit zu genießen – ein kleines Stück Heimat in einer schnelllebigen Welt.