Hallenrad-Weltmeisterschaften 2026: Ludwigsburg wird zur Bühne für den Radsport-Elitekampf
Die Vorfreude ist groß: Vom 30. Oktober bis zum 1. November 2026 verwandelt sich die MHP-Arena in Ludwigsburg in eine Bühne für die Hallenrad-Weltmeisterschaften. Die Atmosphäre wird vibrieren, wenn die besten Athleten aus 22 Ländern ihre Künste zeigen. Die Veranstaltung ist ein echtes Highlight im Sportkalender und zieht nicht nur leidenschaftliche Radsportfans an. Besonders spannend: Deutschland gilt in mehreren Disziplinen als Favorit, nachdem die deutsche Nationalmannschaft im Vorjahr sechs von sieben möglichen WM-Titeln abgeräumt hat! Aber die Konkurrenz aus der Schweiz wird nicht schlafen – sie ist bereit, alles zu geben.
Übrigens, die Entscheidung, die WM in Ludwigsburg auszutragen, kam ganz kurzfristig. Ursprünglich sollte die Veranstaltung in Derby, England, stattfinden, aber der britische Ausrichter sagte aufgrund finanzieller und organisatorischer Probleme ab. Das Organisationsteam in Ludwigsburg, das bereits Erfahrung mit der WM 2025 in Göppingen gesammelt hat, war innerhalb weniger Wochen bereit, die Herausforderung zu übernehmen und hat sich mächtig ins Zeug gelegt. Hut ab!
Ein spannendes Programm für alle
Der Zeitplan steht fest und verspricht spannende Wettkämpfe. Am Freitag, den 30. Oktober, geht es ab 18:00 Uhr mit der Eröffnungsfeier los und das Finale im Kunstrad-Vierer steht auf dem Programm. Schon am Samstag, den 31. Oktober, ab 17:30 Uhr wird es ernst – die Radball-Vorrunde und das Finale im Kunstrad-Einer der Frauen sind ein absolutes Muss. Und am Sonntag, den 1. November, wird ab 13:00 Uhr in den Radball-Finalspielen um die Medaillen gekämpft. Die komplette Veranstaltung wird live auf SWR Sport übertragen, also keine Ausreden! Wer nicht vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, alles bequem von zu Hause aus zu verfolgen.
Radball, eine faszinierende Mischung aus Fußball und Radfahren, wird in zwei Mannschaften mit je zwei Spielern ausgetragen. Die Regeln sind klar: Der Ball darf nur mit dem Fahrrad gespielt werden, und die speziell entwickelten Räder wiegen etwa 11 Kilogramm. Für die Frauen startet Deutschland mit den beiden Weltmeisterinnen Judith Wolf und Danielle Holzer, die ihren dritten WM-Titel in Folge anstreben. Ihre stärksten Herausforderinnen kommen aus der Schweiz, die Vize-Weltmeisterinnen Sava Baumann und Chiara Dotoli.
Kunstradfahren – Kunst auf zwei Rädern
Das Kunstradfahren zeigt die Athleten in ihrer vollen Pracht. Die Sportlerinnen und Sportler präsentieren ihre selbst zusammengestellten Programme, in denen sie bis zu 30 Übungen abliefern können. Am Freitag wird die Ludwigsburgerin Lara Füller als Topfavoritin im Einer der Frauen antreten. Sie hat in diesem Jahr mit 198,40 Punkten einen neuen Weltrekord aufgestellt! Doch die Schweizerin Alessa Hotz wird ihr ganz schön zu schaffen machen – sie ist keine Unbekannte und brachte bereits zwei Bronzemedaillen mit nach Hause.
Und auch im Einer der Männer wird es spannend: Philipp-Thies Rapp vom RSV Tailfingen hat mit 216,53 Punkten einen neuen Weltrekord aufgestellt und zählt ebenfalls zu den Favoriten. Die Zweier-Kategorie der Frauen wird von den deutschen Europameisterinnen Neele Jodeleit und Kim-Leah Schlüter dominiert, während in der offenen Klasse Lea-Victoria Styber und Nico Rödiger ebenfalls als Favoriten ins Rennen gehen.
Ein Blick in die Geschichte
Der Hallenradsport hat eine lange und traditionsreiche Geschichte. Radball wurde 1893 von Nicholas Edward Kaufmann erfunden – ein erfolgreicher Kunstradfahrer, der mit seinem Partner John Featherly die erste Radball-Partie im US-Bundesstaat New York bestritt. Seither hat sich der Sport enorm weiterentwickelt und zieht heute Athleten aus aller Welt an.
In der Schweiz, wo das Kunstradfahren eine besonders starke Tradition hat, gibt es rund 170 lizenzierte Teams in 30 Vereinen. Die Schweizer gehören zur Weltspitze, sowohl im Radball als auch im Kunstradfahren. Doch auch Deutschland hat sich in den letzten Jahren als dominierende Kraft etabliert. Die spannende Frage wird sein, ob die deutschen Athleten ihren Titel verteidigen können oder ob der Schweizer Nachwuchs sie vom Thron stoßen wird. Eines ist sicher: Die Zuschauer dürfen sich auf faszinierende Wettkämpfe freuen!
