Das Wiesensteiger Freibad, bei den Einheimischen liebevoll „Tälesbad“ genannt, steht vor einer Preisänderung, die für Gesprächsstoff sorgt. Ja, es ist leider so: Die Jahreskarten werden teurer. Aber keine Panik! Die Preise für Tageskarten bleiben zum Glück unverändert. Das Freibad hat sich in der Region einen Namen gemacht und das soll sich auch in Zukunft nicht ändern. Die Stadt plant, das Tälesbad künftig über die AlbCard bekannter zu machen, damit auch Touristen auf den Geschmack kommen. Ein cleverer Schachzug, oder?

Der Gemeinderat von Wiesensteig hat in einer Sitzung beschlossen, die Eintrittspreise für das Freibad zu erhöhen. Zuvor wurde ausgiebig diskutiert, ob man die Preise einfach so belassen, alle erhöhen oder nur die Jahreskarten anpassen sollte. Letztendlich fiel die Entscheidung, dass vor allem die Jahreskarten teurer werden. Ab sofort zahlen Erwachsene 70 Euro anstelle von 60 Euro, und für Folgekarten werden 47 Euro fällig – das sind sieben Euro mehr als zuvor.

Preiserhöhungen im Detail

Für Jugendliche wird die erste Jahreskarte nun 32 Euro kosten, während die Folgekarte bei 23 Euro liegt. Eine gute Nachricht für alle, die im Jahr 2020 eine Jahreskarte erworben haben: Diese bleibt gültig, da die Badesaison damals wegen Corona ja ausgefallen ist. Einzelkarten kosten für Erwachsene künftig 4 Euro und für Jugendliche 2,30 Euro. Besonders hervorzuheben ist auch, dass Kinder unter sechs Jahren sowie Schwerbehinderte und eine notwendige Begleitperson freien Eintritt haben. Das macht das Freibad für viele Familien weiterhin erschwinglich.

Doch warum diese Preiserhöhung? Nun, die finanziellen Herausforderungen für Schwimmbäder sind kein Geheimnis. Die laufenden Kosten für Personal, Instandhaltung und Energie steigen kontinuierlich, während die Öffnungszeiten oft kurz sind. Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass es auch anderen Städten nicht besser geht. Im Karlsruher Rheinstrandbad beispielsweise blieben trotz hochsommerlicher Temperaturen einige Tage die Tore geschlossen, und das Schwimmbad öffnete nur von Donnerstag bis Sonntag. Hier ist die Lage so angespannt, dass der Gemeinderat eine eingeschränkte Öffnung beschloss, um die Kosten zu senken.

Ein Blick in die Zukunft

Die finanziellen Nöte der Kommunen nehmen zu, und die Defizite steigen. Von 6,8 Milliarden Euro im Jahr 2023 auf schätzungsweise 31,9 Milliarden Euro im kommenden Jahr – das sind Zahlen, die einem die Sprache verschlagen. Die Gewerbesteuereinnahmen, die für viele Städte die wichtigste Einnahmequelle darstellen, sind rückläufig. In Wiesensteig ist es dann umso wichtiger, das Freibad als eine der freiwilligen Leistungen zu fördern, um die Stadtgesellschaft zusammenzuhalten. Schließlich sind Schwimmbäder nicht nur Orte zur Erholung, sondern auch soziale Treffpunkte für die Gemeinschaft.

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Ob die Erhöhung der Jahreskartenpreise das Wiesensteiger Freibad auf einen stabilen Kurs bringt, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Das Tälesbad wird auch in Zukunft ein beliebter Anlaufpunkt für Jung und Alt bleiben, und vielleicht zieht die neue Preispolitik sogar noch mehr Besucher an. Wir sind gespannt, was die nächsten Monate bringen und wünschen allen Badenixen und -nixen eine spritzige Zeit im Freibad!