Die Kirmes in Gundhelm ist ein echtes Highlight! In diesem Jahr wurde das traditionelle Fest über vier Tage hinweg gefeiert, organisiert von den engagierten Mitgliedern des FSV und der Freiwilligen Feuerwehr. Der Auftakt fand mit einem Fußballspiel statt, bei dem die Spielvereinigung FSV Gundhelm/SG „Degenfeld“ Vollmerz gegen den FV „Viktoria“ Altengronau antreten musste. Leider verlor Gundhelm mit 1:3, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch!

Nach dem Fußballspiel wurde die Kirmes wie es sich gehört „ausgegraben“ und das FSV-Sportlerheim verwandelte sich in eine Feierlocation. Im Dorfgemeinschaftshaus sorgte Musik für gute Laune, und am Samstag kam DJ Joh. zur großen Kirmesparty! Die Bloogesellschaft stellte sogar einen Kirmesbaum vor dem Dorfgemeinschaftshaus auf, um die festliche Atmosphäre zu unterstreichen.

Traditionen und Gemeinschaft

Ein ganz besonderer Moment war der Kirmesgottesdienst in der evangelischen Kirche. Prädikant Thomas Wagner feierte mit dem Bloo und zahlreichen Gläubigen. Und als wäre das nicht genug, brachte er sogar einen Bembel mit Apfelwein auf die Kanzel! Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Blooburschen und -mädchen an der Steintreppe am Pfarrhaus für das traditionelle Familienfoto – ein schöner Brauch, der die Gemeinschaft festigt.

Musikalisch begleitet wurde der Bloo von der Kapelle „Original Rhönadler“, die durch die Straßen von Gundhelm zog. Am Berg holte die Gruppe schließlich den geschmückten Kirmesstrauß ab und brachte ihn voller Stolz zum Dorfgemeinschaftshaus. Dort trugen Daniel Möller und Julio Horvath auf einem Gerüst den Kirmesspruch vor, der nicht nur das vergangene Jahr Revue passieren ließ, sondern auch die Anwesenden zum Schmunzeln brachte. So wurde unter anderem von einem „Lesefehler“ bei einer Silbernen Konfirmation berichtet und von den chaotischen Erlebnissen eines Mannes nach seiner Geburtstagsfeier, die in einer unerwartet langen Nacht endete.

Ein Fest der Erinnerungen

Die „Gondhelmer Akte“ nahm das Publikum mit auf eine Reise durch die letzten Ereignisse im Dorf. Vom Missgeschick eines Autofahrers, der mit seinem Wagen in eine nasse Wiese geriet, bis hin zu einem Bulldog, der einen älteren Autofahrer und zwei Rundballen auf die Hörner nahm – die Geschichten waren so bunt wie das Leben selbst! Auch die Schirmherrin Bettina Siemon, genannt „Betty“, wurde für ihre unermüdlichen Aktivitäten im Dorf gelobt.

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Ein weiterer Höhepunkt war die Gute-Laune-Showtanzeinlage der „Golden Girls Gundhelm“, die mit ihrem Auftritt die Zuschauer zum Lachen und Klatschen brachte. Und wie sollte es anders sein, die Landfrauen hatten eine riesige Auswahl an köstlichen Kuchen im Dorfgemeinschaftshaus im Angebot, während die „Original Rhönadler“ für die musikalische Untermalung sorgten. Am Montag setzte der Festbetrieb um 17 Uhr im FSV-Sportlerheim fort.

Kirmes im Wandel der Zeit

Wusstet ihr, dass Gundhelm seit 277 Jahren Kirchweih feiert? Die Kirche wurde bereits 1749 nach Erweiterungsarbeiten geweiht! Die Tradition, dass die Blooburschen und -mädchen am dritten Oktoberwochenende feiern, sorgt dafür, dass die Dorfgemeinschaft zusammenkommt und alte Bräuche lebendig gehalten werden. Die Kirmes hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt, so gab es beim Kirmesgottesdienst diesmal auch den ein oder anderen Scherz über neue Gehwege in Schlüchtern und den schlechten Straßenzustand in Gundhelm.

Die Geschichten, die beim Kirmesspruch erzählt wurden, waren ein witziger Rückblick auf die kleinen Pannen und Missgeschicke, die das Dorfleben prägen. Da gab es einen Vorfall, bei dem ein als SEK-Einsatz dargestellter Vorfall für Aufregung sorgte – der Hausbesitzer in Unterwäsche und mit Handschellen, das ist schon ein Bild für die Götter!

So wird in Gundhelm nicht nur gefeiert, sondern auch gelebt. Die herzliche Gemeinschaft, die bunten Anekdoten und die feierliche Stimmung machen die Kirmes zu einem unvergesslichen Erlebnis für Jung und Alt. Es bleibt nur zu hoffen, dass die nächsten Kirmes-Feiern ebenso lebhaft und voller Freude sind!