Die zweite Mannschaft der Sportfreunde Dorfmerkingen hat sich in der Landesliga bestens eingefunden. Nach zwölf Spielen stehen sie mit elf Punkten nicht schlecht da – und das als Aufsteiger! Zu Beginn der Saison zeigten sie, was in ihnen steckt: Siege gegen den ASV Botnang, den TV Echterdingen und Böblingen sowie Unentschieden gegen Bad Boll und Sindelfingen. Da könnte man fast meinen, die Gegner hätten sie anfangs unterschätzt, was Trainer Philipp Baum mit einem Augenzwinkern bestätigen könnte. Trotz der jüngsten etwas holprigen Ergebnisse zieht er ein positives Zwischenfazit.

Ein Grund für die Schwierigkeiten ist die angespannte Personalsituation. Die Mannschaft hat noch keine zwei Partien in Folge mit der selben Viererkette auf dem Platz gestanden. Das ist schon eine Herausforderung, wenn man bedenkt, dass Spieler wie Peter Niederer mit einer Außenbandverletzung und einer Knochenabsplitterung ausfallen. Tobias Wieser fehlt der ganzen Hinrunde wegen einer Hüftverletzung, und auch im Angriff sieht’s nicht besser aus. So müssen junge Talente wie Robin Parnitzke früher als geplant Verantwortung übernehmen und sammeln jetzt Erfahrungen, die für die Zukunft wichtig sind.

Die Statistiken sprechen Bände

In der Offensive läuft es ganz ordentlich. Insgesamt erzielte Dorfmerkingen II bereits 18 Tore, was sie besser dastehen lässt als einige etablierte Teams wie den TSGV Waldstetten oder den TSV Bad Boll. Aber die defensive Stabilität ist ein Thema. Ganze 34 Gegentore stehen auf der anderen Seite – da könnte man fast von einem wahren Torfestival sprechen! Am kommenden Samstag wartet der Tabellenzweite Eislingen, und Baum sieht in diesem Spiel eine Chance. „Wir haben nichts zu verlieren und viel zu gewinnen“, sagt er optimistisch.

Der Aufstieg war übrigens nicht einmal geplant. Vor zwei Jahren kämpfte die Mannschaft noch gegen den Abstieg aus der Bezirksliga. Jetzt, wo sowohl die zweite als auch die dritte Mannschaft in die nächsthöhere Liga aufgestiegen sind, kann man nur staunen. Letztere wird von Philipp Baums Bruder Michael trainiert. Das zeigt, dass der kleine Dorfverein viel mehr ist als nur eine Ansammlung von Kickern – er hat eine beeindruckende Struktur mit Mannschaften in Verbandsliga, Landesliga und Kreisliga A.

Hinter den Kulissen

Natürlich bringt das auch Herausforderungen mit sich. Organisation, Infrastruktur und Spieltagsbetrieb – das alles muss gemeistert werden. Zahlreiche Helfer packen mit an, damit der Verein nicht nur auf dem Platz, sondern auch drumherum glänzen kann. Die drei aktiven Mannschaften arbeiten Hand in Hand. Spieler aus dem Verbandsligakader unterstützen regelmäßig die Zweite. Gleichzeitig wechseln junge Talente hin und wieder in die andere Richtung, um bei der Ersten Erfahrungen zu sammeln. So entsteht ein dynamisches Gefüge, das nicht nur sportlich, sondern auch menschlich zusammenwächst.

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Ob sich Dorfmerkingen II dauerhaft in der Landesliga etabliert, bleibt abzuwarten. Für Trainer Baum ist der Aufstieg schon jetzt ein besonderer Erfolg. Der Zusammenhalt im Team ist stark, und gerade in sportlich schwierigen Phasen ist es wichtig, aufeinander zu bauen. Das zeigt sich auch im Alltag des Vereins, wo Engagement und Gemeinschaftsgefühl an erster Stelle stehen.

In diesem Kontext ist der „Masterplan Amateurfußball“ des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) von Bedeutung. Der Plan zielt darauf ab, das flächendeckende Netz von Fußballvereinen in Deutschland zu erhalten und zu stärken. Die DFL unterstützt diesen Plan im Rahmen eines Grundlagenvertrags. Es ist ein langfristiges Projekt, das bis 2029 gilt und auf vorherige Laufzeiten aufbaut. Das zeigt, wie wichtig die Amateurvereine für die Fußballlandschaft sind und dass man auch in Dorfmerkingen auf dem richtigen Weg ist.