In der Stadt Passau sorgte ein dreiköpfiges Tätertrio in der Nacht zum Dienstag für größere Aufregung, als sie durch vorgetäuschte Notlagen einen massiven Polizeieinsatz auslösten. Die Polizei erhielt mehrere Notrufe über Hilfeschreie und laute Knallgeräusche, die einen akuten Notfall vermuten ließen. Unbeteiligte Zeugen, die die Geräusche aus verschiedenen Stadtbereichen vernommen hatten, alarmierten die Einsatzkräfte, was zu einem umfassenden Einsatz führte. Das Trio bestand aus einem 17-Jährigen und zwei 18-Jährigen, die absichtlich die Hilferufe und Knallgeräusche simulierten, um die Polizei und andere Rettungsdienste auf falsche Fährten zu locken, so berichtet stern.de.

Zu den spezifischen Vorfällen während der Einsatzzeit gehört ein Zeugenbericht, der beschreibt, dass am Gampertsteig an der B 12 Personen lautstark geschrien hätten, dass eine Frau drohe, sie alle umzubringen. Ein weiterer Mann soll ebenfalls mehrfach um Hilfe gerufen haben. Die Polizei traf mit mehreren Einsatzfahrzeugen ein, fand aber vor Ort keine Personen oder Beweise für die Notlage. Zwischen 21 Uhr am Montag und 2.30 Uhr am Dienstag gingen zahlreiche besorgte Anrufe bei der Polizei ein, was den Eindruck mehrerer akuter Gefahrenlagen erweckte. Aufgrund dieser ernsthaften Situation musste die Polizei umgehend handeln, wie pnp.de informiert.

Ermittlungen gegen die Jugendlichen

Die Einsätze der Polizei mündeten schließlich in der Festsetzung der drei Jugendlichen im Klostergarten. Die Ermittler konnten die Jugendlichen als die Verursacher der getäuschten Notlagen identifizieren. Die Jugendlichen hatten nicht nur Hilferufe simuliert, sondern auch mit einem unbekannten Gegenstand Knallgeräusche erzeugt, um ihre Täuschung zu perfektionieren. Diese Handlungen führten dazu, dass gegen das Trio strafrechtliche Ermittlungsverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens und weiterer Ordnungswidrigkeiten eingeleitet wurden, wie die Polizei bestätigte.

Die Polizeiinspektion Passau warnte eindringlich vor den Folgen solcher Täuschungshandlungen. Solche Aktionen binden nicht nur wertvolle Polizeikräfte, sondern können auch lebenswichtige Hilfe im Ernstfall erheblich verzögern. Die Ermittler appellieren an die Bürger, in echten Notlagen den Notruf zu wählen, um mögliche Gefahren rechtzeitig und effektiv zu bewältigen.