Die Stadt Ostfildern setzt neue Maßstäbe in der Digitalisierung ihrer städtischen Dienstleistungen. Heute, am 5. Februar 2026, präsentierte Daniel Sperle von der Stabsstelle Digitalisierung im Verwaltungsausschuss bedeutende Fortschritte in diesem Bereich. Ein Jahr nach der Einführung einer umfassenden Strategie zur Digitalisierung und Modernisierung des Verwaltungshandelns zeigt sich, dass die Stadt auf einem vielversprechenden Weg ist.

Ein zentrales Anliegen der Stabsstelle ist die Überprüfung aller Verwaltungsbereiche hinsichtlich digitaler Technologien. Ziel ist es, die Verwaltung zu vereinfachen und bürokratische Hürden abzubauen. Bereits durchgeführte Machbarkeitsstudien haben dabei geholfen, die nötigen Rahmenbedingungen und Ressourcen für die Digitalisierung zu schaffen. Wichtige Aspekte wie Dringlichkeit, personeller Aufwand und der Nutzen der Digitalisierungsmaßnahmen wurden eingehend evaluiert.

Konkret umgesetzte Maßnahmen

Ostfildern hat erste konkrete Maßnahmen zur Digitalisierung erfolgreich implementiert. Ab dem 1. Januar 2025 werden beispielsweise Bauanträge ausschließlich digital entgegengenommen. Um den Medienbruch im digitalen Bauamt zu beseitigen, wurden Online-Formulare sowie eine E-Signatur entwickelt. Darüber hinaus wird eine zentrale Plattform für die interne Zusammenarbeit angestrebt, um besonders bei fachübergreifenden Vorgängen die Effizienz zu steigern. Ein Pilotprojekt zur Umsetzung dieser Plattform läuft bereits.

Die Stadt plant zudem, bis Ende 2023 alle Papierakten zu digitalisieren und die interne Kommunikation zu vereinfachen. Auch die Umstellung auf digitale Besprechungsräume steht auf der Agenda. Besonders hervorzuheben ist der Ausbau der Nutzung von Künstlicher Intelligenz zur Beantwortung von Bürgeranfragen. Bei der Auswahl digitaler Lösungen wird gezielt auf die digitale Unabhängigkeit geachtet, wobei bevorzugt europäische Anbieter zum Zug kommen.

Die Rolle der Künstlichen Intelligenz

Künstliche Intelligenz wird zunehmend als Schlüsseltechnologie für die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung anerkannt. Wie das EffizienzInstitut berichtet, können durch den Einsatz von KI präzisere Entscheidungsprozesse erreicht und bürokratische Hindernisse reduziert werden. Trotz aktuellen Herausforderungen, wie beispielsweise der Tatsache, dass weniger als 50% der Bürger mit Online-Behördendiensten zufrieden sind, bietet der Einsatz von KI große Chancen. KI-Technologien ermöglichen eine Automatisierung repetitiver Aufgaben und verbessern die Qualität der Dienstleistungen für die Bürger.

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Ein weiterer wichtiger Aspekt der modernen Verwaltung ist die Fortbildung der Beschäftigten. Die Stadt Ostfildern legt großen Wert darauf, alle Mitarbeiter in den Prozess der Digitalisierung einzubeziehen. Präsenzschulungen und digitale Lernräume (E-Campus) werden angeboten, um sowohl Ressourcen zu sparen als auch das Selbststudium zu fördern. Dieser ganzheitliche Ansatz ist entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung der Digitalisierungsstrategie der Stadt.

Sicherheitsaspekte und digitale Souveränität

In der Ära der Digitalisierung stehen Sicherheitsaspekte und der Schutz sensibler Daten im Vordergrund. Der digitale Wandel verlangt ein umfassendes Verständnis für Sicherheitskonzepte wie Zero Trust, das auf dem Prinzip “Vertraue niemandem, überprüfe alles” basiert. Die kontinuierliche Verifizierung aller Zugriffe und die Überwachung des Datenverkehrs sind dabei unerlässlich. Solche Maßnahmen sind besonders relevant in hybriden und multicloud-Umgebungen, in denen sensible Daten verarbeitet werden. Ein starkes Identity-und-Access-Management (IAM) sowie Cloud-Sicherheitslösungen sind wichtige Bausteine, um die digitale Souveränität zu wahren und sichere Bürgerdienste anzubieten.

Ostfildern bewegt sich mit klaren Zielen und auf Basis fundierter Strategien in Richtung einer modernen und bürgerfreundlichen Verwaltung. Der digitale Wandel ist nicht nur ein technisches Projekt, sondern verlangt auch eine organisatorische Transformation – ein Schritt, der für die Zukunft der Stadt von entscheidender Bedeutung ist. Für weitere Informationen zu den Fortschritten in Ostfildern können Sie die Berichte auf WILIH, EffizienzInstitut und EY nachlesen.