Am Sonntagabend hat die HSG Owen-Lenningen die Gelegenheit, in der Regionalliga gegen die Reserve des TV Neuhausen/Erms zu bestehen. Beide Mannschaften stehen nach vier Spielen mit einem ausgeglichenen Punktekonto von 4:4 da. Die HSG kommt mit Rückenwind aus einem überzeugenden 32:26-Heimerfolg gegen Köngen und ist fest entschlossen, im dritten Anlauf die ersten Auswärtspunkte zu holen, nachdem bislang noch kein Sieg auswärts gelungen ist. HSG-Trainer Volker Pikard gibt zu, dass die Trainingswoche hart war, da einige Spieler angeschlagen sind. Das Team sieht sich in der Pflicht, eine starke mannschaftliche Leistung zu zeigen, um im Ermstal erfolgreich zu sein.
Das Spiel wird am Donnerstag um 20:00 Uhr in der Hofbühlhalle in Neuhausen an der Erms angepfiffen. Über den Gegner ist bekannt, dass er von Ferdinand Michalik, einem ehemaligen Bundesligaspieler, trainiert wird. Neuhausen zeigte zuletzt eine starke Leistung, auch bei ihrer knappen 25:26-Niederlage gegen Kuchen-Gingen-Süssen. Es wird erwartet, dass die Spiele der Ermstäler sehr eng bleiben, da keines der bisherigen Spiele mit mehr als zwei Toren Unterschied entschieden wurde.
Blick auf die Spieler des TV Neuhausen
Die HSG muss besonders auf Fabian Hölz achten, den Toptorschützen von Neuhausen, der bereits 42 Saisontore erzielt hat. Auch die Brüder Toni und Moritz Trenkle haben sich als Schlüsselspieler etabliert. Im Hinspiel mussten sich die Jungs von Owen-Lenningen mit 24:27 geschlagen geben und sind daher umso motivierter, diese Niederlage zu revanchieren. Der TV Neuhausen steht aktuell auf dem siebten Platz in der Liga mit 14:16 Punkten und wird es sich nicht leicht machen, insbesondere nach einer Niederlage gegen Schmiden, die mit 27:32 endete.
Die Aufstellung der HSG Owen-Lenningen
Die HSG Owen-Lenningen muss möglicherweise auf ihren Toptorjäger Luca Bächle und Jonas Kiedaisch verzichten. Trotzdem dürfen die Zuschauer mit folgender Aufstellung rechnen: Bächtle, U. Raichle – Bächle (?), T. Baumann, Blumauer, Epple, Kiedaisch (?), Köbel, Lubkowitz, Maiwald, M. Raichle, Renz, Ruß, Schmidt, Tombrägel.
Die bisherige Saison stellt für die HSG eine Herausforderung dar, nicht zuletzt wegen der Verletzungen innerhalb des Teams. Trainer Pikard hofft jedoch, dass die Mannschaft die gesamte Woche gut trainiert hat und mit frischem Mut in die Partie geht.
Ein weiteres Thema, das in der Sportwissenschaft von Bedeutung ist, sind die psychosozialen Bedingungen von Entscheidungen in der Verletzungsdiagnose und Behandlung im Leistungssport. Eine Studie untersuchte festgelegte Prozesse in Sportorganisationen, die oft fehlen, und stellte fest, dass Athleten, Trainer und Ärzte häufig dazu neigen, Schmerzsyndrome zu ignorieren, solange der Wettkampf fortgesetzt werden kann. Diese Probleme sind kritisch, insbesondere da Athleten in Risikosportarten wie Handball häufig unter Schmerzen spielen und nicht selten auf schnelle Lösungen zurückgreifen.
Insgesamt hat die HSG Owen-Lenningen also nicht nur sportliche Herausforderungen, sondern muss auch die Relevanz der sportmedizinischen Betreuung im Auge behalten. Der bevorstehende Sonntag wird zeigen, ob die Mühen der Mannschaft belohnt werden.