Im Herzen von Erkenbrechtsweiler, wo der Wald die Geschichten der Vergangenheit flüstert, entfaltet das Heidengrabenzentrum im Herbst ein reichhaltiges Programm zur keltischen Geschichte. Wer schon immer mal einen Blick in die Welt der Kelten werfen wollte, hat an den kommenden Wochenenden die perfekte Gelegenheit. Am Samstag, den 31. Oktober, von 11 bis 17 Uhr, steht ein Familienprogramm zur Eisenzeit auf dem Plan. Besucher, ob groß oder klein, können eintauchen in das Leben vor mehr als 2.000 Jahren. Die Keltengruppe Riusiava zeigt uns, wie die Menschen damals arbeiteten und lebten – ein echtes Hands-on Erlebnis! Man kann sich schon jetzt den Geruch von Feuer und frischem Holz vorstellen, während die Handwerker ihre Techniken vorführen.

Am Sonntag, den 1. November, wird es mystisch. An diesem Tag findet eine Samhain-Begegnung statt, die den Übergang von Licht zu Dunkelheit feiert. Samhain, das keltische Fest, das man sich wie einen Vorläufer von Halloween vorstellen kann, wird hier mit Bräuchen und Geschichten lebendig gemacht. In der keltischen Vorstellung öffneten sich an diesem Tag die Tore zur Anderswelt. Eine Vorführung des Druiden vom Heidengraben um 18 Uhr wird den Abend krönen. Es wird ein Fest der Sinne, eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft – und das ganz ohne Anmeldung!

Vorträge und Ausstellungen

Doch das Heidengrabenzentrum hört nicht am 1. November auf. Am Donnerstag, den 5. November, erwartet uns ein archäologischer Vortrag, der tief in die Geheimnisse der frühen Kelten eintaucht. Dr. Leif Hansen und Dr. Roberto Tarpini vom Landesamt für Denkmalpflege nehmen uns mit auf eine Reise zur Heuneburg, einem der bedeutendsten keltischen Fürstensitze. Da wird nicht nur über Grabhügel und Bestattungskultur gesprochen, sondern auch über den Austausch und den Fernhandel der Kelten – Themen, die die Herzen der Geschichtsliebhaber höher schlagen lassen!

Und wer nach dem Samhain-Fest noch mehr über die Architektur des Heidengrabenzentrums erfahren möchte, sollte sich den 20. November vormerken. Der Architekt Thomas Ott wird uns zeigen, wie Geschichte, Natur und Gestaltung hier zusammenfließen. Und das Ganze für nur fünf Euro – ein echtes Schnäppchen!

Ein Blick auf Samhain

Das Fest Samhain ist nicht nur ein keltisches Brauchtum, sondern auch ein bedeutender kultureller Übergang. Ursprünglich markierte es das Ende der Erntezeit und den Beginn des Winters. Man nahm an, dass an diesem Tag die Grenzen zwischen den Welten durchlässig waren. Man wollte den Geistern und Wesen der Anderswelt nicht begegnen, weshalb viele Menschen in ihren Häusern blieben. Das Samhain-Fest wird als eine Art Rückblick auf das Jahr gedeutet, eine Zeit, in der die Helden und Götter der keltischen Mythologie starben und neue Zyklen begannen. Ehrlich gesagt, es ist faszinierend, wie sehr diese alten Bräuche auch heute noch nachhallen! Ein bisschen wie das moderne Halloween, aber mit einer ganz anderen Tiefe.

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Im Heidengrabenzentrum wird die Kernessenz von Samhain lebendig. Die Verbindungen zur Mythologie und die archäologischen Informationen werden hier auf spannende Weise vermittelt. Die Sonderausstellung „KeltenWelten – Repliken keltischer Kostbarkeiten“ ist bis zum 31. Januar 2026 zu sehen und bietet einen beeindruckenden Einblick in die materielle Kultur der Kelten. Wer hätte gedacht, dass 35 detailgetreue Repliken von Fibeln, Schmuckstücken und Tierfiguren so verzaubern können?

Das Heidengrabenzentrum bleibt auch im Winterhalbjahr geöffnet, und die Besucher können sich auf viele spannende Vorträge und Veranstaltungen freuen, die in die Geheimnisse der keltischen Kultur eintauchen. Die Öffnungszeiten sind Donnerstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr, und das auch an Feiertagen. Aber Achtung – an Weihnachten und Neujahr bleibt das Zentrum geschlossen.

Wer Lust auf eine geführte Tour hat, kann diese ganzjährig buchen. Ein bisschen Geschichte, ein Hauch von Mystik und jede Menge spannende Informationen – das ist das Heidengrabenzentrum. Und wer weiß, vielleicht entdeckt man ja bei einem Besuch auch selbst etwas über die eigene Verbindung zur keltischen Vergangenheit.