In der schwäbischen Stadt Esslingen geht es derzeit wieder rund auf den Straßen. Am Montag, dem 16. Oktober, fanden unter der Leitung des Polizeireviers Nürtingen umfassende Verkehrskontrollen im Landkreis Esslingen und in Metzingen statt. Über 600 Verkehrsteilnehmer wurden genau unter die Lupe genommen. Autofahrer standen dabei im Fokus, aber auch die Zweirad- und E-Scooter-Fahrer kamen nicht ungeschoren davon. Zwischen 14:30 und 22:00 Uhr wurde die Verkehrslage gründlich überprüft, und die Ergebnisse sind, um es milde auszudrücken, eher alarmierend.

Bei den Kontrollen gab es gleich mehrere Aufreger: 24 Fahrer standen unter dem Verdacht, Drogen konsumiert zu haben. Sechs Fahrer hatten wohl auch ein Gläschen zu viel getrunken. Besonders dreist: 33 Verstöße wurden wegen der Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt festgestellt. Man fragt sich wirklich, wo die Achtsamkeit geblieben ist! Zudem waren 15 Autofahrer und sogar drei Kinder nicht angeschnallt – ein absolutes No-Go. Aber das war noch nicht alles: Bei einer Person wurde ein verbotener Gegenstand gefunden, was zu einer Anzeige nach dem Waffengesetz führte. Auch die Fahrzeugkontrollen ergaben, dass sechs Autos keine gültige Betriebserlaubnis hatten und drei Fahrzeuge nicht zur fälligen Hauptuntersuchung vorgeführt worden waren. Die Polizei kündigte an, diese Maßnahmen fortzusetzen – ein guter Schritt, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Ein Unfall mit Folgen

Und als ob das nicht genug wäre, ereignete sich am Montagnachmittag gegen 17:30 Uhr in Esslingen-Hegensberg ein weiterer Vorfall, der die Nerven der Verkehrsteilnehmer strapazierte. Ein 71-jähriger Autofahrer verursachte einen Unfall, als er auf der Hegensberger Straße mit seinem Renault von der Fahrbahn abkam und gegen eine Schutzplanke prallte. Nun, der Mann blieb zwar unverletzt, allerdings war der Atemalkoholtest, den die Polizei durchführte, alles andere als erfreulich – fast zwei Promille! Der Renault war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden, die Hegensberger Straße war für etwa eineinhalb Stunden gesperrt. Der Sachschaden? Rund 10.000 Euro. Sein Führerschein wurde vor Ort eingezogen. Es ist schon erschreckend, was da alles passieren kann, wenn man nicht die Kontrolle über sein Fahrzeug hat.

Die Zahlen sprechen für sich

Dass solche Vorfälle keine Einzelfälle sind, zeigen die aktuellen Verkehrsunfallstatistiken aus Baden-Württemberg für 2023. Insgesamt 306.644 Unfälle wurden registriert, und mehr als 33.000 davon hatten Personenschaden zur Folge. Besonders tragisch: 369 Menschen verloren ihr Leben, und über 6.000 wurden schwer verletzt. Die Zahl der Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel? 1.733. Dabei ist zu beachten, dass nur polizeilich registrierte Unfälle in die Statistik einfließen. Unfälle, die nicht gemeldet werden – etwa bei nächtlichen Alleinunfällen oder gütlichen Einigungen unter Beteiligten – bleiben unberücksichtigt. Das bedeutet, dass die tatsächlichen Zahlen vermutlich noch höher liegen.

Es ist offensichtlich, dass die Polizei gesetzlich verpflichtet ist, diese Daten zu melden, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. Aber was passiert mit den Unfällen, die im Stillen geschehen? Die Dunkelziffer könnte alarmierend sein. Die Kontrollen in Esslingen sind ein Schritt in die richtige Richtung, um sowohl die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer als auch die allgemeine Verkehrslage zu verbessern. Lasst uns hoffen, dass solche Maßnahmen langfristig Früchte tragen und wir bald von weniger Unfällen hören.

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