Die Kreisjägervereinigung Leonberg hat einen hochmodernen Beitrag zum Tierschutz erhalten. Jörg Epple, Inhaber des Autohauses Ford Epple in Rutesheim, hat der Vereinigung eine Wärmebild-Drohne im Wert von 7.000 Euro gespendet. Diese Drohne wird gezielt zur Kitzrettung eingesetzt, um Rehkitze während der Mähsaison vor dem Mähtod zu schützen. Die Kitzrettung findet in der Zeit zwischen April und Juli statt und jedes Jahr retten ehrenamtliche Kitzretter der KJV Leonberg rund 200 Rehkitze.

Die Initiative zur Spende erwuchs aus einer familiären Verbindung zur Jägerschaft, da Jörg Epple’s Vater ein passionierter Jäger war. Am 18. September 2025 bedankten sich der Kreisjägermeister Achim Schätzer und andere Mitglieder der KJV Leonberg persönlich bei Epple. Bei diesem Treffen wurde die Drohne vorgestellt und ihre Funktionsweise demonstriert, was die Bedeutung dieses technologischen Fortschritts für die Kitzrettung unterstrich.

Unterstützung durch das Bundesministerium

Der Einsatz von Drohnen in der Rehkitzrettung wird auch durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert. Diese Förderung zielt darauf ab, den Tierschutz zu stärken und die effektive Ortung und Rettung von Rehkitzen zu verbessern. Laut den Informationen von BMLEH haben eingetragene Kreisjagdvereine, Jägervereinigungen und Kitzrettungsvereine die Möglichkeit, Anträge zur Anschaffung von Drohnen zu stellen, um die Technik für diese lebenswichtigen Einsätze nutzen zu können.

Die Förderung soll den Einsatz von Wärmebildkameras zur Rehkitzrettung vorantreiben, da der Einsatz von Drohnen nicht nur effektiver, sondern auch zeitsparender ist als traditionelle Methoden wie Vergrämung oder Begehung. Jährlich leiden viele Rehkitze unter dem Risiko, bei der Mahd verletzt oder getötet zu werden, da sie in dichten Grasbeständen gut versteckt sind und bei Gefahr reglos verharren.

Herausforderungen der Drohnentechnologie

Trotz der Vorteile sind Drohnen in der Anschaffung relativ teuer, was ihren flächendeckenden Einsatz in Deutschland einschränkt. Bisher ist die Nutzung dieser Technologie in der Rehkitzsuche noch nicht flächendeckend etabliert, jedoch zeigt das Interesse an der Fördermaßnahme seit deren Einführung im Jahr 2021, dass viele Organisationen die Vorteile erkennen und nutzen möchten.

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Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die neue Wärmebild-Drohne der KJV Leonberg ein zukunftsweisendes Hilfsmittel im Kampf für den Tierschutz ist und den ehrenamtlichen Kitzrettern eine innovative Unterstützung bietet. Die Kombination aus technologischem Fortschritt und ehrenamtlichem Engagement stellt einen wichtigen Schritt dar, um Rehkitze in der kritischen Mähsaison effektiv zu schützen.

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