Die Handballer des SV Leonberg/Eltingen stecken momentan in einer Ergebniskrise. Da könnte man meinen, der Abteilungsleiter Stefan Schuster wäre in hektische Betriebsamkeit verfallen, doch weit gefehlt! Er bewahrt die Ruhe und setzt ein starkes Zeichen für Kontinuität: Der Vertrag mit Trainer Ladislav „Laci“ Goga wurde bis zum Sommer 2028 verlängert. Ein klarer Schritt, der zeigt, dass der Verein auf langfristige Entwicklung setzt.

Am vergangenen Samstag wurden die Spieler darüber informiert, dass Goga ab der Saison 2026/27 die Verantwortung für die Herren 1 übernehmen wird. Nach mehreren Gesprächen, in denen auch der Interimstrainer Rafet Oral einbezogen wurde, gab Goga am Donnerstag schließlich seine Zusage. Seine Rückkehr ist kein Zufall. Von 2015 bis 2018 war er selbst als Spieler und Co-Trainer unter Frank Ziehfreund in Leonberg aktiv und hat in dieser Zeit die Grundlagen für mehr als zehn Jahre Oberliga-Handball gelegt. Goga kennt das Sportzentrum, das Vereinsumfeld und viele Mitglieder bestens – der Kontakt zum Verein blieb auch über die Jahre bestehen.

Ein Blick in die Zukunft

Der Verein setzt stark auf die Förderung junger Talente, darunter der vielversprechende Kreisläufer Julius Träger. Goga bringt nicht nur Erfahrung aus seiner Zeit in Leonberg mit, sondern hat in den letzten sechs Jahren auch bei JANO Filder und der HSG Ostfildern wertvolle Erfahrungen gesammelt. Dort betreute er sowohl Nachwuchsspieler als auch den Erwachsenenbereich der Herren 2 und ist aktuell als U18-Trainer in der baden-württembergischen Regionalliga aktiv. Sein Wissen aus der Jugendförderung und dem Erwachsenenbereich wird entscheidend sein, um die junge, aber auch erfahrene Mannschaft weiterzuentwickeln.

Die Rückkehr von Goga nach Leonberg wird von vielen als richtiger Schritt angesehen. Der SV Leonberg/Eltingen möchte nicht nur die Entwicklung der Mannschaft fortführen, sondern auch den Nachwuchs und die etablierten Spieler mit frischen Impulsen anstecken. Ein ambitioniertes Vorhaben, das viel Enthusiasmus und Energie erfordert!

Die Bedeutung der Ausbildung

Inmitten all dieser Entwicklungen erinnert uns der Badische Handball-Verband daran, wie wichtig eine fundierte schulische Ausbildung für die sportlichen Talente ist. In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg sowie den Handballverbänden wird ein Konzept entwickelt, das den jungen Athleten helfen soll, Sport und Schule unter einen Hut zu bringen. Die sogenannten „Partnerschulen des Handballs“ bieten Zeitfenster für individuelles Training und unterstützen die Talente bei der flexiblen Gestaltung ihrer Stundenpläne.

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Holger Nickert, der Präsident des Badischen Handball-Verbandes, hat deutlich gemacht, wie entscheidend eine gute schulische Basis für die Lebensperspektiven nach der Sportkarriere ist. Die Partnerschulen sind mehr als nur Schulen; sie sind Stützpunkte, die die Talente auf ihrem Weg begleiten. Das Engagement der Schulen in der Region ist hoch und zeigt, dass der Handball in Baden-Württemberg nicht nur als Sport, sondern auch als Teil der persönlichen Entwicklung verstanden wird.

In Leonberg spiegelt sich diese positive Entwicklung wider. Mit Goga an der Spitze und einer klaren Ausrichtung auf den Nachwuchs ist der SV Leonberg/Eltingen gut aufgestellt für die kommenden Jahre. Das Publikum kann gespannt sein auf die nächsten Spiele und die Entwicklung der Mannschaft, die sicherlich noch viele aufregende Momente bereithalten wird!