Sturmtief „Luise“ sorgt für Chaos in Baden-Württemberg: Bahnverkehr lahmgelegt und Sturmwarnungen verschärft
Heute ist der 25. Oktober 2026 und die Wetterlage in Baden-Württemberg ist alles andere als einladend. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor gefährlichem und ungemütlichem Wetter, das durch das Sturmtief „Luise“ verursacht wird. Dieses ungemütliche Gesellenstück hat die Region schon ordentlich durchgeschüttelt und die Auswirkungen sind noch lange nicht vorüber. Nach einem relativ ruhigen Herbstbeginn, in dem wir uns über Temperaturen zwischen 15 und 17 Grad und gelegentlichen Nebel freuen konnten, hat sich die Lage seit Mittwoch drastisch gewandelt. Dauernder Regen und dichte Wolken haben das Bild geprägt, und ab Freitag, als „Luise“ über den Südwesten fegte, wurden die ersten Sturmböen spürbar. Auf dem Feldberg wurden sogar Orkanstärke erreicht!
Die Folgen sind nicht zu übersehen: Umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste haben viele Straßen blockiert und die Feuerwehr musste zahlreiche Einsätze fahren. Im Main-Tauber-Kreis gab es sogar Stromausfälle. Ein regelrechtes Chaos herrschte am Freitag im Bahnverkehr. Die Hauptbahnhöfe in Karlsruhe und Stuttgart wurden vollständig lahmgelegt. Es war einfach verrückt – nichts ging mehr. Und die Temperaturen? Die sind auf ein frostiges Niveau von 6 bis 14 Grad gesunken. In den höchsten Lagen des Schwarzwaldes fiel sogar der erste nasse Schnee der Saison!
Sturmwarnungen verschärft
Für heute, den Sonntag, wurden die Sturmwarnungen nochmals verschärft. Starke Sturmböen mit bis zu 100 km/h sind im Tiefland möglich, während auf den Gipfeln des Schwarzwaldes, insbesondere am Feldberg, sogar orkanartige Böen von über 115 km/h erwartet werden. Dazu gibt es anhaltende, teils wolkenbruchartige Regenfälle. Die Höchsttemperaturen im Flachland werden kaum über 8 Grad klettern. Wer heute unterwegs ist, sollte vorsichtig sein: Plötzliche Glätte auf den Straßen ist nicht auszuschließen.
Die Polizei ist seit Freitagabend im Rhein-Neckar-Raum stark gefordert, rund 70 Einsätze wurden aufgrund der Witterung registriert. Umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste und weggewehte Verkehrsschilder sind die häufigsten Ursachen. Komischerweise gab es bislang keine schwer verletzten Personen, was bei diesem Chaos fast verwunderlich erscheint. Eine Radfahrerin in Kronau wurde zwar leicht verletzt, als ein Ast sie am Kopf traf, aber das ist glücklicherweise die Ausnahme.
Beeinträchtigungen im Bahnverkehr
Im Karlsruher Hauptbahnhof mussten die Züge aufgrund eines Gegenstands in der Oberleitung vorübergehend eingestellt werden – eine Stunde lang war kein Ein- oder Ausfahren möglich. Reisende berichteten von einem Funkenschlag, der die Situation zusätzlich dramatisierte. Auch bei Pforzheim gab es Probleme: Eine Regionalbahn kollidierte mit einem Ast, der die Windschutzscheibe traf. Hunderte Fahrgäste waren an Bord und die Einsatzkräfte mussten anrücken. Eine nahegelegene Straße wurde für die Zufahrt der Einsatzfahrzeuge gesperrt, und nach etwas mehr als einer Stunde konnte die Fahrt fortgesetzt werden. In Heidelberg fiel ein Baum auf eine Oberleitung, was ebenfalls zu einer Straßensperrung führte, jedoch ohne Verletzte.
Die Stuttgarter S-Bahn hat aufgrund der wetterbedingten Umstände ihren Fahrplan geändert. Bei Leonberg fiel ein Baum auf die Gleise, was die Situation nicht gerade erleichterte. Und selbst der Europa-Park Rust hat sich dem Wetter gebeugt und die großen Außenachterbahnen vorübergehend geschlossen. Das Wetter ist einfach zu unberechenbar.
Die nächsten Tage im Blick
Mit dem Abzug von „Luise“ nach Dänemark kündigt der Deutsche Wetterdienst bereits das nächste Orkantief „Manja“ an. Der Wind wird von Westen her wieder deutlich zunehmen, und die Böen könnten ähnlich stark wie bei „Luise“ ausfallen. Für die kommenden Tage sind erneut Regen und teils kräftiger Wind vorhergesagt. Am Samstag weht ein kräftiger Südwestwind, der uns wieder ins Schwitzen bringen kann – allerdings nicht, weil wir uns auf den Sommer freuen. Die Temperaturen werden sich zwischen 6 Grad im Raum Villingen-Schwenningen und 14 Grad am Oberrhein bewegen, wobei der Sonntag mit einem regnerischen Start beginnt. Am Nachmittag könnte es dann auflockern, was uns wenigstens einen kleinen Lichtblick bietet. Aber die Natur hat ihren eigenen Kopf, und wir müssen uns darauf einstellen!
