Am 1. Juli 2025 fand in der Alten Turnhalle in Herrenberg die Mitgliederversammlung des Vereins Schwäbisches Streuobstparadies statt. Rund 80 Mitglieder und Interessierte nahmen an diesem bedeutenden Ereignis teil. Die Veranstaltung wurde durch ein spannendes Rahmenprogramm ergänzt, das eine „Zeitreise ins Zwetschgengäu“ beinhaltete. Ab 16:00 Uhr führten Uwe Braitmaier und Eugen Schuker die Teilnehmer durch die malerischen Mönchberger Streuobstwiesen und luden zur Verkostung verschiedener Zwetschgenprodukte ein. Oberbürgermeister Nico Reith hielt ein Grußwort und zeigte damit die Bedeutung des Vereins für die Region auf.

Die Versammlung wurde von Martin Wuttke, dem Ersten Landesbeamten des Landkreises Böblingen, geleitet. Die Geschäftsführerinnen Maria Schropp und Lisa Ziehe präsentierten den Jahresbericht, in dem das Kernthema die „Handelsplattform Streuobst“ war, die seit 2020 besteht. Diese stellt eine innovative Lösung zur Vermarktung traditioneller Obstsorten an den Lebensmitteleinzelhandel und andere Einrichtungen dar. Im kommenden Jahr wird das EIP-Projekt (Europäisches Innovationspartnerschaft) zur Erweiterung der Vermarktungsmöglichkeiten hinzugefügt, ergänzt durch eine maßgeschneiderte EDV-Lösung für die Kommissionierung von Produkten.

Erweiterung der Aktivitäten und Engagement

Die Mitglieder zeigten sich erfreut über positives Feedback eines regionalen Lieferanten zur Handelsplattform. Zudem wurde eine Ganzjahresbroschüre mit einem Kurs- und Veranstaltungsprogramm eingeführt, um das Engagement für das Streuobst weiter zu intensivieren. Die Veranstaltungsorte für die unterschiedlichen Programme umfassen unter anderem die Obstwerkstatt des Streuobst-Infozentrums sowie das Freilichtmuseum Beuren.

Der Jahresabschluss 2024 sowie der Haushaltsplan 2026 wurden vorgestellt und fanden die uneingeschränkte Zustimmung der Mitglieder. Neben der Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung wurde auch über die Wahl der Fachbeiräte „Marketing & Tourismus“ sowie „Bewirtschaftung, Naturschutz & Vermarktung“ abgestimmt. Zu den Teilnehmern der Versammlung gehörte auch Matthias von Wuthenau vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

Streuobstkonzeption 2030

Ein zentrales Thema der Versammlung war die Vorstellung der Streuobstkonzeption 2030 „Baden-Württemberg ist Streuobstland!“, die am 9. Juli 2024 vom Kabinett verabschiedet wurde. Diese Konzeption umfasst gleich sieben Handlungsfelder, die sich auf die Förderung der Streuobstlandschaft konzentrieren. Dazu gehören die Bewirtschaftung und Bestandssicherung, die Verarbeitung und Vermarktung sowie Öffentlichkeitsarbeit und Bildung. Ein wichtiges Ziel der Landesregierung ist es, durch den Schutz und die Pflege der Streuobstwiesen zur Wertschöpfung und Sensibilisierung der Verbraucher beizutragen. Weitere Maßnahmen der Konzeption beziehen sich auf die Einführung der Baumschnittprämie und die Schaffung von sieben „Streuobstregionen“.

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Streuobstwiesen sind nicht nur ein bedeutender Teil der Kulturlandschaft in Baden-Württemberg, sondern bieten auch Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Das Engagement des Vereins Schwäbisches Streuobstparadies e.V., der seit 2012 aktiv ist und über 300 Mitglieder zählt, spielt eine zentrale Rolle bei der Erhaltung dieser einmaligen Kulturlandschaft, die sich über sechs Landkreise erstreckt.

Für die Zukunft plant der Verein, einen Förderantrag für eine der neuen Geschäftsstellen einzureichen, um das Engagement für die Streuobstwiesen weiter auszubauen und innovative Projekte zu unterstützen. Gemeinsam mit der Unterstützung der Landespolitik soll die größte zusammenhängende Streuobstlandschaft Europas auch für kommende Generationen erhalten bleiben.

Weitere Informationen zur Streuobstkonzeption und den damit verbundenen Maßnahmen finden Sie auf Filstalexpress und auf der Webseite der Streuobstkonzeption.