Der Kanton Uri hat eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung zu sexuellen Übergriffen und Gewalttaten am Kollegium Karl Borromäus in Auftrag gegeben. Die Studie wird von der Universität Zürich durchgeführt und soll wichtige Antworten zu den Vorkommnissen liefern, die in den 1960er- und 1970er-Jahren stattfanden. Der Regierungsrat von Uri hat diesen Schritt am Mittwoch offiziell bekannt gegeben. Ziel der Studie ist es unter anderem, die Rolle des Kantons in diesem Kontext zu klären und eine “offene und ehrliche Aufarbeitung” zu ermöglichen, wie die Verantwortlichen betonen. Urner Zeitung berichtet.

Das Kollegium Karl Borromäus wurde 1906 als Privatschule und Internat von Benediktinerpatres gegründet und vom Kanton 1978 übernommen. Die Mariannhiller Missionare betrieben zudem bis zur Schließung im Jahr 1994 das Internat St. Josef in Altdorf. In der laufenden Studie kooperieren mehrere Institutionen, darunter das Benediktinerkloster Mariastein, die aktiv an der Aufarbeitung der zurückliegenden Missbrauchsfälle beteiligt sind. Nau.ch informiert.

Hintergrund der Missbrauchsfälle

Die Missbrauchsfälle am Kollegium wurden bereits im April dieses Jahres publik und haben in der Öffentlichkeit Betroffenheit sowie Empörung ausgelöst. Es wird erwartet, dass die Studie nicht nur Aufschluss über die direkten Taten gibt, sondern auch über die strukturellen und institutionellen Rahmenbedingungen, die solche Übergriffe ermöglichten.

Das Anliegen der Studienverantwortlichen ist es, die Geschehnisse transparent zu machen und damit auch das Vertrauen in die Institutionen zu stärken. Die offene Aufarbeitung soll dazu beitragen, dass solche Vorfälle in Zukunft verhindert werden.

Mit der Durchsetzung dieser Maßnahmen unterstreicht der Kanton Uri sein Engagement für den Schutz der Schüler und eine Verbesserung der sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen in Bildungseinrichtungen. Die offizielle Einweihung der Studie und weitere Informationen werden in den nächsten Monaten erwartet.

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Die Komplexität der Aufarbeitung erfordert umfassende Fachkenntnisse und die Einbindung aller beteiligten Institutionen, um den Opfern gerecht zu werden und sicherzustellen, dass die Geschehnisse nicht in Vergessenheit geraten.

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