Am heutigen Tag, dem 15. Juni 2025, fand im malerischen Andermatt das Urner Kantonalschwingfest statt, bei dem Matthias Herger einmal mehr in beeindruckender Form auftrumpfte. Im zweiten Gang des Wettkampfs setzte sich der Schwinger gegen Christian Ming durch, nachdem das erste Duell unentschieden endete. Herger berichtete nach dem Wettkampf von einem beschwerdefreien Zustand, was nach seiner langen Verletzungspause besonders erfreulich ist. Luzerner Zeitung dokumentiert diesen ersten Vollerfolg von Matthias Herger nach seiner Rückkehr.

Der 28-jährige Herger, der am 23. April 1995 in Bürglen geboren wurde und derzeit in Altdorf lebt, hat in seiner Karriere bereits einiges erreicht. So konnte er am 28. August 2022 beim Eidgenössischen Schwingfest in Pratteln den begehrten Eidgenössischen Kranz erringen. Dieses Meisterstück krönte eine schwierige Saison, in der er eine langwierige Verletzung erlitten hatte. Es war eine Phase der Unsicherheit für den Sportler, denn die Diagnose umfasste ein gerissenes vorderes Kreuzband, leichte Meniskusschäden sowie eine Impressionsfraktur am Oberschenkel. Schwinger-Blog hebt hervor, wie Herger diese gesundheitlichen Rückschläge überwand und am ESAF in Pratteln trotz aller Widrigkeiten glänzte.

Ein Comeback nach Verletzung

Herger gab sein Comeback beim Bergschwinget Sörenberg, wo er mit vier Siegen und zwei Niederlagen überraschte. Am Eidgenössischen Schwingfest erzielte er eine Bilanz von vier Siegen und zwei Niederlagen in den ersten sechs Gängen, bevor er in der Spitze gegen Tobias Widmer verlor. Erst im achten Gang konnte er sich erneut durchsetzen, als er Remo Käser besiegte, was ihn mit dem Kranz belohnte. Dieser Sieg ist nicht nur eine persönliche Triumphgeschichte, sondern auch ein Zeichen seines unerschütterlichen Willens im Schwingsport, den er seit 16 Jahren verfolgt.

Matthias Herger ist Mitglied des Schwingclubs Bürglen und trainiert regelmäßig, sowohl im Winter bis zu 6-mal pro Woche als auch in der Saison bis zu 4-mal. Seine Größe von 183 cm und sein Gewicht von 115 kg unterstreichen zudem seine vorteilhaften körperlichen Voraussetzungen für den Schwingkampf. Herger, der eine Berufslehre als Landmaschinenmechaniker absolviert hat und eine Ausbildung zum Maschinenbauingenieur anstrebt, nutzt seine beruflichen Fähigkeiten auch in seiner täglichen Arbeit.

Fieberhafte Trainingsvorbereitung

Nach seiner Rückkehr zum Schwingtraining erhielt er von seinem Arzt grünes Licht, was ihm ermöglichte, nahezu ohne Schmerzen zu kämpfen. Herger hat mit dem Kreuzgriff und dem Kurzschwung zwei bevorzugte Techniken, die ihn bereits zu zahlreichen Erfolgen geführt haben. Zuvor hatte er bereits 31 Kränze gewonnen, darunter 2 Berg-, 8 Teilverbands- und 20 Kantonalkränze. Sein eindrucksvoller Werdegang in der Schwingerwelt wird von seinem Vereinskollegium und der Bürgler Gemeinschaft gefeiert, die ihn nach seinem Kranzgewinn herzlich empfangen haben.

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